Dienstag, 14. Mai 2013

Catan Junior - Madagascar





Heute mal keine atmosphärische Einleitung. Denn: wer in Deutschland den Namen ‚Die Siedler von Catan‘ noch nie gehört hat – Spieler oder nicht Spieler – dem kann wirklich keiner mehr helfen. Meine Meinung.
Jetzt liegt hier die Catan Version für Kinder vor – und man schaut verwundert, denn es gibt ja immerhin schon ein ‚Catan Junior‘, auch von Kosmos.

Was ist da los? Wollte man unbedingt noch ein paar Euronen mit der ‚Madagascar‘ Lizenz machen? Den Hype nutzen, solange er da ist? Der Gedanke drängt sich auf und ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen.  Aber: man wird doch immer wieder überrascht. Denn bei ‚Catan Junior – Madagascar‘ handelt es sich um ein wirklich gutes Kinderspiel.

OKAY, SICHER, MAG JA SEIN. ABER WIESO?

Erst mal dampft es die ‚Siedler‘ Regeln auf ein gutes, aber nicht plumpes Minimum. Wie im Film ‚Madagascar 3‘, finden sich die Spieler in einer Zirkusumgebung wieder, in der sie Zirkuswagen (Straßen) und Zirkuszelte (Siedlungen) bauen
müssen. Dafür brauchen sie natürlich auch Rohstoffe (die hier – sehr niedlich – ‚Dies und das‘ heißen), ebenfalls thementechnisch angebunden. Neben Sand für den Manegenboden, Wolle fürs Zeltdach und Holz für die Balken braucht es auch noch Popcorn für die Zuschauer, damit so ein Zirkuszelt steht. Wer zuerst alle sieben Zelte stehen hat, gewinnt.
Gewürfelt wird im Vergleich zu den ‚richtigen‘ Siedlern mit einem Würfel. Bei einer 6 wird kein Räuber, sondern die böse Tierkontrolleurin aus dem Film bewegt, die das Zielfeld blockiert und es keine Einnahmen mehr ausschütten lässt.

Anstatt Rohstoffe in Kartenform sammelt man hier schön gestaltete Chips. Auch sehr praktisch für Kinderhände, entfällt doch das ständige Kartenhalten, Karten fallen aus der Hand, die anderen sehen, was man für Karten hat, obwohl das doch geheim sein soll und so weiter.

Handeln kann man mit der Bank (2:1) oder 1x in seinem Zug mit einer Auslage von fünf Chips (da dann aber 1:1). Das Handeln untereinander entfällt und das ist auch gut so. Dies und das zu sammeln, sich zu überlegen, wo man seine Zirkuswagen entlang fahren lässt und wo man das nächste Zirkuszelt aufschlägt, sind genug Entscheidungsmöglichkeiten für Kinder. Und geben schon überraschend viele taktische und strategische Möglichkeiten im Rahmen eines Kinderspiels.

Und die Pinguine kann man natürlich auch noch um Hilfe bitten...

MAG JA ALLES SEIN, ABER ES GIBT JA SCHON EIN CATAN JUNIOR...

Ja, wie oben erwähnt gibt es das schon. Wenn man mich aber fragen würde: ‚Du, was soll ich meinen Kindern kaufen? Catan Madagascar oder Catan Junior?` würde ich auf jeden Fall die aktuelle ‚Madagascar‘ Version empfehlen. Die Catan-Junior Version von 2007 richtet sich an Kinder ab 8 Jahren... auch wenn ‚ab 6‘ auf der Packung steht.  Und es enthält genau die Elemente (Tauschen, Handeln etc.), die das Spiel für Kinder schwer zugänglich macht. Das löst Catan-Madagascar wesentlich besser.

Aber es gibt noch ein paar Faktoren: die alte ‚Catan Junior‘ Version sieht im Vergleich sehr ... na ja...  schnarchig aus. Sicher, da gab es ein Piratenthema, das finden Kinder irgendwie immer gut... aber eben meistens nur die Kinder.

Man kann aber davon ausgehen, dass die lieben Eltern von ihren lieben Kleinen auf jeden Fall in ‚Madagascar 3‘ geschleppt wurden, die Charaktere kennen und die Handlung (und auch Spaß an den Gags hatten, die für die Erwachsenen eingebaut wurden).
Insofern ist die Bereitschaft, mal eine Partie ‚Catan-Madagascar‘  zu spielen, wesentlich höher. Und auch wesentlich lohnenswerter für die Eltern.

Und es gab auch schon Erwachsene, bei denen es plötzlich ‚KLICK!!!‘ machte und die sagten: ‚Jetzt versteh ich die ‚Siedler‘ endlich mal...‘ und sich danach mit Freunden an die ‚großen‘ Siedler setzen.

ALSO KAUFEN?

Ja, würde ich sagen. Das Spiel bietet auf Grund des Themas so gut wie keine Hemmschwelle, es auszuprobieren. Die Kinder (und auch die Erwachsenen) sind sofort drin und es ist wirklich clever und schick gemacht. Außerdem legt man damit einen Grundstein,  der die lieben Kleinen vielleicht dazu animieren könnte, irgendwann einmal das richtige ‚Siedler‘ anzupacken. Mit den Eltern zusammen.  Und das fände ich  eine gute Sache. Familie, die wieder mehr zusammen spielen.

Die Siedler von Catan Junior – Madagascar
Autor: Klaus Teuber
Verlag: Kosmos
Für 3-4 Spieler ab 6 Jahren
Dauer: ca. 30 Minuten.

Montag, 4. Februar 2013

BAOBAB



Der Dschungel... ein Baum... Getier... da, ein Chamäleon, dass sich neben eine Blüte setzt... darüber ein Schwarm Bienen... dann noch ein kleiner Leopard, der durchs Geäst huscht... und dann kommt der Affe und alles bricht in sich zusammen...

... klingt nicht sehr realistisch...

... ja, mag sein, aber so ungefähr läuft ein Tag im Spiel ‚Baobab‘ von Piatnik.
2-4 Spieler ab 6 Jahren versuchen gemeinsam, den ‚Baobab‘ (ich habe nachgeschlagen: ein afrikanischer Affenbrotbaum) mit Karten zu bestücken und zwar möglichst so, dass im eigenen Zug keine herunter fallen.

Also wie ‚Stapelmännchen‘ oder das ganze Zeug?

Ja und nein.

Alle 110 Karten werden gleichmäßig verteilt, so dass jeder seinen eigenen Stapel hat. Wer dran ist, zieht drei Karten und kann sich aussuchen, ob er eine, zwei oder alle drei auf dem Baum platziert. Dabei müssen die Karten – je nach Sorte – auf bestimmte Weise auf den Baum gelegt werden:
-      -      
-        -  
         -    Vom ‚Affen‘ müssen mindestens zwei Ecken über den Rand gucken
 -       -    Der ‚Leopard‘ springt auf den Baum und man muss die Karte aus ca. 10cm Höhe auf den Baum      fallen lassen
-.       -     Die ‚Fledermaus‘ fliegt nur im Dunkeln und muss mit geschlossenen Augen auf den Baum gelegt werden

-   

    -    Die ‚Schlange‘ schlängelt sich immer ZWISCHEN mindestens zwei Karten
  -     -    Von der ‚Blüte‘ muss mindestens eine Ecke über den Rand gucken
-       -    Das ‚Chamäleon‘ macht die zuletzt gelegte Karte nach



-    Auf die ‚Bienen‘ dürfen nur Blüten oder Äste gelegt werden
-  Der ‚Vogel‘ fliegt – und so auch die Karte, die man, wie einen Frisbee, auf den Baum werfen muss
-       -    Die ‚Äste‘ können gelegt werden, wie man will


 
  Sollten Karten beim Anlegen herunter fallen muss man sie – wir ahnen es – an sich nehmen und zur Seite legen. Das sind Minuspunkte.
Wer zuerst seinen Stapel aufgebraucht hat, beendet das Spiel. Minuspunkte bringen die herunter gefallenen Karten und die, die man noch im Stapel hat. Wer die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt. Und das muss nicht zwingend der sein, der das Spiel beendet.

Klingt total verwirrend... man muss sich so viel merken oder nich?

Das hab ich mir anfangs auch gedacht. Wer soll sich das denn alles merken??? Aber man vergisst als Erwachsener ja gerne mal, dass man gegen Kinder beim ‚Memory‘ ja schon keine Schnitte hat und dass man die lieben Kleinen nicht unterschätzen sollte.
In meinen Runden ging das so dermaßen fix, dass ich irgendwann gar nicht mehr sagen musste, welche Karte wie auf den Baum kam. Das lief alles wie geschmiert.

Okay und was taugt es jetzt?

‚Baobab‘ ist ein super Kinder- und Familienspiel. Manchmal braucht man ein bisschen Geschick, manchmal ein bisschen Augenmaß, manchmal eine ruhige Hand... immer etwas anderes. Das macht es spannend und abwechslungsreich und hält die Kinder – zumindest meine Spielekinder – permanent in ihrem Bann. Die waren alle schwer begeistert von ‚Baobab‘ und es wurde auch gerne noch eine zweite Runde angehängt.

WENN es etwas zu meckern gibt, dann leider die Gestaltung der Schachtel. Die ist dermaßen hässlich finde ich... Kinder interessiert das wenig. Aber ich kann mir vorstellen, dass viele Eltern an ‚Baobab‘ einfach vorbei gehen, wenn sie es im Laden sehen. Was wirklich schade wäre. Für relativ wenig Geld bekommt man ein super Spiel zum Trainieren der Hand-Augenkoordination, das den Kindern auch noch richtig Spaß macht.
Also, wer es sieht: kaufen! Finde ich (und die Kinder sowieso).

‚Baobab‘
Von Josep Maria Allué
Erschienen bei Piatnik
2-4 Spieler, ab 6 Jahren
Spieldauer: ca. 15-20 Minuten

 Rezension: Christoph Schlewinski

Donnerstag, 5. Juli 2012

Klack!


Alle spannen sich an, als die Würfel rollen... was werden sie zeigen? Langsam kommen sie zur Ruhe und zu sehen ist... rot und ein Stern. Rote Sterne also.
Und dann geht’s nur noch: KLACK KLACK KLACK KLACK KLACK KLACK KLACK!!!!!!!!

Und damit ein lautes und hektisches „HALLO!!!“ zu ‚Klack‘, dem neuen Geschicklichkeitsspiel von Amigo. Hier ist Schnelligkeit gefragt, Beobachtungsgabe und Ellenbogen.

Und wie es geht... das wäre vielleicht auch noch was...

Komm ich ja zu. Also: auf dem Tisch liegen haufenweise Plastikscheiben, die alle möglichen Arten von Symbolen zeigen. Blitze, Blumen, Puzzleteile, Sterne usw. Die gibt’s in verschiedenen Farben.

Dann werden zwei Würfel gewürfelt. Ein Farb- und ein Symbolwürfel. Die Kombination, die erwürfelt wurde, muss man jetzt suchen.

Das heißt: man grabscht sich eine Scheibe, auf der das Gesuchte drauf ist und legt sie auf die nächste Scheibe, die diese Kombination zeigt.

Da die Scheiben leicht magnetisch sind, klacken sie sofort aneinander und jawohl: daher kommt der Name des Spiels.

Eine Runde ist vorbei, wenn alle Scheiben mit der gesuchten Kombo „zusammengeklackt wurden“. Dann wird wieder gewürfelt und die nächste Kombo gesucht... bis alle Scheiben weg sind.

Dann macht man aus seinen Scheiben einfach einen großen Stapel, schiebt sie nebeneinander und sieht, wer gewonnen hat.

Klingt jetzt... simpel.

Yepp. Ist es auch. Total simpel.

Okay... aber ist das nicht ZU simpel?

Nein, überhaupt nicht. ‚Klack!‘ ist ein Spaß-Spiel aller erster Güte. Es braucht fast keine Regeln, man kann sofort loslegen und alle sind dabei. Und damit meine ich ALLE. Sowohl Kinder, als auch Erwachsene.

Und man muss nicht meinen, dass man als Erwachsener Vorteile gegenüber den Kindern hat. Es gab Partien, da hatte ich gerade mal meine erste Scheibe in der Hand und hörte um mich herum schon „KLACKKLACKKLACKKLACK!!!“... so schnell konnte ich gar nicht gucken, wie die Scheiben weg gingen.

Und dann das hämische Gekicher der Kinder... das tat weh. Ganz doll weh...

Eine Sache muss man bei ‚Klack‘ allerdings beachten: man sollte des unbedingt auf einer Tischdecke oder sonstigen Unterlage spielen. Partien auf Stein-, Glas- oder Plastiktischen führten zu diesem fiesen „Kreide-über-eine-Tafel-ziehen“ Geräusch, wenn sich die Scheiben auf dem Tisch bewegten. Und das hat MIR zumindest immer die Füllungen rausgezogen.  Vielleicht sind ich und mein Gehör da aber auch einfach zu sensibel, die Möglichkeit will ich mal gelten lassen.

Wer ein flottes, schnelles und im guten Sinne des Wortes ‚hektisches‘ Spiel sucht, dass sowohl Kindern als auch Familien als auch Erwachsenen Spaß macht, kann mit ‚Klack‘ nichts falsch machen.

Klack!
Von Haim Shafir
Verlag: Amigo
Für 2-6 Personen
Ab 4 Jahren

Rezension: Christoph Schlewinski

Bildquelle: Amigo Spiele Pressestelle.

Montag, 2. Juli 2012

Mogelmotte


(Vorab: Vielen Dank an den „Drei Magier“ Verlag für die Erlaubnis, Fotos vom Spiel zu machen und online zu stellen!)

Schweiß steht auf seiner Stirn. Er kann die Mogelmottenkarte nicht in die Mitte spielen... er muss sie verschwinden lassen.
Langsam schiebt sich seine Hand mitsamt der Karte Richtung  Ärmel. Das Herz beginnt zu rasen, der Atem geht schneller und da... plötzlich... schaut ihm die Wächterwanze DIREKT in die Augen. Jetzt bloß nichts anmerken lassen... bloß so tun, als wäre nichts gewesen...

Genau DAS umschreibt das Spielgefühl von „Mogelmotte“ am besten. Herzrasen, Schweißausbrüche, erhöhter Blutdruck und das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun... oder besser: tun zu müssen.

Schön. Klingt super. Worum geht’s denn?

Nach dem „Mau Mau“ Prinzip spielt man, wenn man dran ist, eine seiner Handkarten auf den Ablagestapel in der Mitte.

Ich darf ablegen, wenn der Wert meiner Karte einen höher oder niedriger ist, als von der Karte, die in der Mitte liegt.
Bei einer normalen Karte passiert nix, der nächste ist dran.
Leg ich aber eine Spezialkarte ab, passiert Folgendes:

-           - Bei einer Tarantel darf ich jemandem eine Karte schenken
-           - Bei einer Ameise muss jeder außer mir eine Karte ziehen
-           - Bei einer Mücke bekommt der Strafkarten, der zuletzt auf die Mücke geschlagen hat
-           - Und bei einer Kakerlake darf man sofort eine normale Karte mit gleichem Wert drauf legen – oder ein anderer Spieler, wenn er schneller ist

Das alles wäre ein bisschen *Gähn*, wenn es noch die Karten mit den „Mogelmotten“ gäbe. Die darf man nicht in die Mitte spielen – die muss man wegmogeln (wobei man JEDE Karte im Spiel ebenfalls durch mogeln loswerden kann...)

Wie, das ist jedem überlassen. In den Ärmel schieben, unter die Karte schieben, die man eigentlich spielen will, sich in eine Tasche stecken, unter etwas schieben, was auf dem Tisch liegt, heimlich fallen lassen... da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

ABER: man muss dabei aufpassen, denn es gibt die Wächterwanze. Der Spieler mit der Wächterwanze darf NIEMALS mogeln, aber darf als Ausgleich die Mogelmottenkarten normal in die Mitte spielen. Und muss neben dem normalen Spielverlauf alle Mitspieler im Auge behalten. Sobald er einen erwischt, gibt’s eine Strafkarte und der erwischte Spieler wird neue Wächterwanze.

Das geht solange, bis ein Spieler seine letzte Karte weggespielt hat (GESPIELT... die Letzte darf nicht vermogelt werden).

Dann gibt’s Minuspunkte für die Karten, die man noch auf der Hand hat, wobei Mogelmotten und Spezialkarten am dicksten aufs Punktekonto hauen.

Das klingt aber ungewöhnlich... ist es auch so gut, wie es sich anhört?

Oh ja. Das ist es. ‚Mogelmotte‘ ist ein ganz fantastisches Spiel... WENN man mogeln will. Es gibt Menschen, die kriegen das nicht hin. Aus moralischen Gründen, weil es zu aufregend ist, weil es zu kindisch ist... Die sollten von diesem Spiel bitte die Finger lassen. Aber für alle anderen: kaufen, kaufen, kaufen.

Eigentlich wäre ‚Mogelmotte‘ mein Wunschkandidat für das Spiel des Jahres 2012. Es ist einfach, es können schon 5 oder 6jährige mitspielen,  es hat einen unglaublich hohen Wiederspielreiz und es macht in jeder Alterskombination Spaß. Nur Kinder, nur Erwachsene, Familien... bis jetzt gab es noch keine Gruppe von Mitspielern, die von ‚Mogelmotte‘ nicht begeistert waren – außer eben die, die mit mogeln aus diversen Gründen nichts anfangen konnten.

Weshalb es „nur“ auf der Empfehlungsliste für das Kinderspiel gelandet ist, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Es ist simpel, spannend und höchst unterhaltsam und das sind für mich Kriterien, die ein „Spiel des Jahres“ ausmachen.

Wahrscheinlich liegt es wieder an der „kleinen Packung“ und der Tatsache, dass es „nur“ ein Kartenspiel ist... aber er weiß das schon so genau. Aber wenigstens IST es auf einer Empfehlungsliste gelandet... da will man mal nicht so viel meckern.

Und noch am Rande: ‚Mogelmotte‘ ist von zwei Kindern erfunden worden. Also direkt von der Zielgruppe. Und das merkt man dem Spiel auch an.

Ich – und alle meine Mitspieler  stimmen mit mir überein – kann für ‚Mogelmotte‘ eine unbedingte Kaufempfehlung aussprechen. Und am besten gleich zwei kaufen. Beim Mogeln können die Karten ein bisschen leiden....

Mogelmotte
Von Emely & Lukas Brand
Verlag: Drei Magier Spiele
Für 3-5 Spieler ab 6 Jahren (manchmal gehts auch schon ab 5 Jahren)
Dauer: 15-25 Minuten

Rezension: Christoph Schlewinski

Freitag, 22. Juni 2012

Schnappt Hubi!



(Vorab: vielen Dank an Ravensburger für die Bereitstellung der Fotos 1 und 5 und Daniel Danzer für die Bereitstellung der Fotos Nr. 2-4)

Leise knarrt eine Tür, es raschelt. „War da was?“ fragt sich der kleine Hase und hoppelt los... aber kann nicht weiter, denn in der Wand, vor der er steht, ist nur ein Mauseloch.
Aber das ist alles kein Problem, er sagt einfach der Maus Bescheid. Die kann in den Raum dahinter und gucken, ob sich dort die Zaubertür befindet, deren Knarren Hubi, das Gespenst, aufweckt. Und der soll endlich wach werden. Denn Hasen und Mäuse haben es satt, dass er sich immer an der Vorratskammer bedient. Und deshalb wollen sie ihn auf frischer Tat erwischen...

Damit willkommen im Spukhaus von „Schnappt Hubi“, soeben als „Kinderspiel des Jahres 2012“ ausgezeichnet.

Gespenst Hubi huscht durch das halb verfallene Haus und muss in einer spannenden Jagd von den Kindern zusammen gesucht und gefangen werden, damit er nicht ständig die Vorratskammer leer räumt. Also gewinnen oder verlieren alle Kinder zusammen. So was ist ja immer gut.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Santa Cruz


(Vorab: Vielen Dank an den 'Hans im Glück' Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares)

Langsam gleitet das Schiff den Fluss hinab. Kapitän Rot lugt durch sein Fernrohr... da hinten... das könnte ein guter Platz für eine Siedlung sein. Er holt gerade Luft, um seinem ersten Maat den Befehl zum Anlegen zu geben...
... da sieht er, dass Kapitän Gelb – die alte Pottsau – bereits schneller war und ihm eine Siedlung vor die Nase gepflanzt hat. Na super. Ganz großes Kino. Jetzt muss Kapitän Rot über den Landweg weiter. Oder erneut an der Küste ansetzen.

 Aber insgeheim grinst der Rote. Denn er will gleich die Fischereien werten. Und zwar alleine. Denn die hat Gelb völlig außer Acht gelassen...

... und damit ein salziges „Ahoi!“ und willkommen zu „Santa Cruz“, dem neuen Spiel von Marcel-André Casasola Merkle, erschienen bei „Hans im Glück“. Zwei bis vier Kapitäne umschippern das Eiland von ‚Santa Cruz‘ und versuchen, die punkteträchtigsten Anlegeplätze, Wege und Wertungsmöglichkeiten zu finden – und zwar vor den – wie immer – massiv ungeliebten Mitspielern.

Donnerstag, 17. Mai 2012

King of Tokyo

Gleich vorweg:

Es gibt leider kein Spielecover und keine Fotos vom Spielmaterial. Leider. Aber aus... Gründen... hat der Heidelberger Spielverlag meine Emails mit den Anfragen, ob ich Fotos machen darf, noch nicht mal beantwortet. Schade... aber googelt das einfach. Da findet ihr Bildmaterial.

So, nu aber:


King of Tokyo

Space Bunnys kleine behaarte Finger huschen über das Armaturenbrett. Irgendwo in dem Häusermeer von Tokyo‘s Innenstadt muss es doch einen Winkel geben, in dem es sich verstecken kann. Gigazaur, Alienoid und „The King“ werfen ständig Panzer, Flugzeuge und ähnliches Zeugs auf den bis auf die Zähne bewaffneten rosa Roboter des außerirdischen Nagers. Ob sich das kleine Pelzknäuel noch länger in der Stadt halten kann, um Chaos und Zerstörung zu sähen und damit Siegpunkte abzugrasen?

Und damit ein herzliches Willkommen zu „King of Tokyo“, dem neuen Spiel von Richard Garfield und ich muss es gleich zu Anfang sagen: es ist vollkommen sinnbefreit.